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DER BLAUSCHILLERNDER FEUERFALTER
Der Blauschillernde Feuerfalter ist in Deutschland vor dem Aussterben bedroht. Einer der wenigen Lebensräume ist ihm in der Eifelregion an Mittelgebirgsbächen verblieben.

Gefährdung

Der Blauschillernde Feuerfalter ist ein Bewohner von Feuchtwiesen. Da viele Feuchtgebiete trockengelegt und

Blauschillernder Feuerfalter

in Kulturland umgewandelt wurden, wurde er in den vergangenen Jahrzehnten stark zurückgedrängt. Auch die Bepflanzung der Feuchtwiesen mit Fichten hat zu einer Vernichtung des natürlichen Lebensraums geführt.
Schutzmaßnahmen

Im Rahmen des LIFE-Natur-Projektes werden z.B. bachnahen Flächen von Fichten befreit. Bei entsprechenden Pflegemaßnahmen entstehen hier wieder Feuchtwiesen, die von dem Schmetterling besiedelt werden können. Zudem ermöglicht die Entfichtung eine Durchgängigkeit der Landschaft, so dass der Schmetterling sich auch wieder in Gebieten außerhalb des LIFE-Natur-Gebietes ansiedeln kann.

weitere Infos: siehe
Maßnahmen

STECKBRIEF BLAUSCHILLERNDER FEUERFALTER
Lateinischer Name Lycaena helle
Schutzstatus Rote Liste NRW: vom Aussterben bedroht bzw. abhängig von Naturschutzmaßnahmen, Rote Liste Deutschland: vom Aussterben bedroht
1. ALTTIERE: Allgemeines
Fortpflanzungszeit Mai
Reproduktion getrenntgeschlechtlich
Lebensraum Feuchtwiesenbrachen und nährstoffreiche Feuchtwiesen (Binsen- und Kohldistelwiesen) entlang von Bächen des Berglandes, ausgedehnte Schlangenknöterich-Bestände; auch Sumpfdotterblumen (Caltha palustris), Wiesenschaumkraut (Cardamine pratensis), Sumpf-Vergissmeinnicht- Bestände (Myosotis palustris), ausreichenden Gehölzbewuchs als Windschutz
Ernährung Je nach Entwicklungsstadium ernährt der Falter sich von verschiedenen Teilen des Schlangenknöterichblattes
Aussehen Der bläuliche Schiller geht bei den Männchen über die gesamte Flügeloberfläche, bei den Weibchen ist er auf Randstellen beschränkt. Die Unterseite der Flügel ist leuchtend orange mit schwarzen Punkten und weißen Halbmonden.
Mobilität Relativ standorttreu
Hauptflugzeit Ende Mai bis Anfang Juni
Größe Flügelspannweite von 24-26 mm
2. EIENTWICKLUNG  
Eiablage Mai auf der Blattunterseite des Schlangenknöterichs (Polygonum bistorta)
Schlüpfen die Raupe tritt unmittelbar nach der Eiablage auf
Entwicklungsdauer 1-2 Monate
3. VERPUPPUNG  
Puppenstadium nach wenigen Wochen als Raupe
Lebensraum auf der Blattunterseite des Schlangenknöterichs
Entwicklungsdauer Im Herbst fällt die Puppe mit dem verwelkten Blatt nach unten und überwintert in der Bodenstreu, so dass im Frühjahr des Folgejahres die Falter der nächsten Generation schlüpfen.